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BLAU AFFE |
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Cercopithecus aethiops |
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Blauaffe oder auch "grüne Meerkatze" |
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Körpergewicht: 5-7 kg |
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Gesamtlänge: 1-1,3m |
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Tragzeit: 165 Tage |
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Zahl der Jungen: 1 / 2 |
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Lebenserwartung: ± 12 Jahre |
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Spoors - Fore
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Spoors - Hind
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Diese weit verbreiteten, geselligen Tiere leben im Familienverband oder in
kleinen Gruppen. Die Nacht verbringen sie in Bäumen schlafend. Sie kommen in
vielen verschiedenen Lebensräumen vor, z.B. in der Baum- und Buschsavanne, in
den Bergen und in der Küstenwaldregion. Normalerweise leben sie auf Bäumen,
kommen aber bereitwillig auf den Boden, um nach Wasser und Nahrung zu suchen.
Sie sind sehr scharfsinnig und sie sind ständig auf der Hut vor ihren
Fressfeinden, wie z.B. Leopard und Kronenadler. Der Ruf wird meist als
stotterndes Schnattern vernommen, oder als hingeworfener Schrei wenn sie in
Bedrängnis sind. Wenn sie sehr jung gefangen werden, hält mann sie häufig als
Haustier, wobei man sich vor Ihrer Tücke in acht nehmen sollte, wenn sie älter
werden. Die Gesellschaftsordnung innerhalb der Gruppen wird immer
aufrechterhalten, manchmal auch sehr aggressiv.
Verbreitung: Ursprünglich in fast ganz Afrika südlich der Sahara mit Ausnahme der zentralen
Gebiete im südlichen Afrika verbreitet. Bereits im 17. Jahrhundert auf den
karibischen Inseln Barbados, St Kitts und Nevis eingeführt. Aufgrund der
isollierten Stellung haben die karibischen Populationen eigene Körper- und
Verhaltensmerkmale entwickelt und werden heute in eine eigene Unterart
Cercopithecus aethiops sabaeus gestellt.
Lebensraum: Savanne und Buschland bis an die Waldgrenzen. Vom tropischen Tieflandregenwald
bis in alpine Moorlandschaften um 4500 Meter über dem Meeresspiegel. Meidet aber
offene Flächen ohne Deckung ebenso wie geschlossene Regenwaldregionen.
Fortpflanzung:
Meerkatzen bringen nach einer Tragezeit von 20 bis 24 Wochen ein einzelnes
Junges zur Welt. Zwillinge kommen zwar vor, sind aber sehr selten. Die Jungen
werden am Bauch der Mutter getragen. Dort klammern diese sich mit Händen und
Füßen fest in Mutters Fell. In dieser Zeit kann sich der Nachwuchs auch noch
etwas mit dem Schwanz festhalten, später geht die Greiffähigkeit des Schwanzes
allerdings verloren. Meerkatzen werden erst mit etwa 2,5 Jahren geschlechtsreif,
was für Tiere dieser Größe relativ spät ist. Die weiblichen Jungtiere bleiben
normalerweise ein Leben lang in der Gruppe ihrer Eltern. Männliche Meerkatzen
dagegen verlassen mit Eintritt der Geschlechtsreife die Gruppe.
Die Meerkatzen leben in kleinen Gruppen zusammen. Eine solche Gruppe besteht aus
mehreren erwachsenen Tieren beiderlei Geschlechts und deren Nachkommen. In der
Regel beinhaltet eine Gruppe etwa doppelt so viele erwachsene Weibchen wie
erwachsene Männchen.
Während das Leben der weiblichen Mitglieder innerhalb einer Gruppe sehr
harmonisch verläuft, herrscht unter den Männchen eine strenge Rangordnung. Die
einzelnen Positionen der männlichen Gruppenmitglieder werden durch recht wilde
Kämpfe bestimmt. Da dem stärksten Männchen bei der Paarung Vorrechte eingeräumt
werden, zeugt dieses auch die meisten Nachkommen.
Fern jeglichen Interesses an solchen Machtspielen helfen sich die Weibchen einer
Gruppe gegenseitig in allen Lebenslagen, sei es bei der Betreuung der Jungen
oder auch nur bei der Fellpflege. Forscher vermuten, das ein Grund für dieses
friedliche Miteinander unter den Weibchen darin zu suchen ist, daß diese in der
Regel alle miteinander verwandt sind, da weibliche Nachkommen immer bei der
Gruppe bleiben.
Die Nahrung der Meerkatzen ist recht vielseitig. Die wendigen Kletterer nehmen
Blüten, Rinden, Blätter, Wurzeln, Krabben, Fische, Echsen, Vögel, Eier sowie
Kleinsäuger zu sich. Wie im Foto deutlich sichtbar, plündern sie auch gerne
Vogelnester auf der Suche nach Eiern und Nestlingen.
Eine der erfolgreichsten Überlebensstrategien der Gruppe ist der Ausschau nach
Fressfeinden. Jedes Gruppenmitglied gibt sofort Alarm, wenn ein Leopard, ein
Adler oder ein Python gesichtet wird. Der Alarmruf ist dabei sehr differenziert.
Alle Gruppenmitglieder wissen sofort was zu tun ist. So suchen zum Beispiel beim
Signal "Adler" alle Tiere im Dickicht nach Deckung, während beim Signal
"Leopard" die ganze Horde auf den nächsten Baum flüchtet.
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